Die alte, neue Freiheit auf Ski

Trotz der Menge an Wintersportfilmen, die mit dem Siegeszug digitaler Videotechnik jeden Herbst die Kinos stürmen, sticht eine feine, gar nicht so kleine Crew aus Tirol mit jedem ihrer Werke hervor:

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„Whiteroom Productions“ heißen die Selfmade-Filmer-Rider rund um Johannes „Joi“ Hoffmann und Daniel Regensburger (jeweils Produktion) sowie Simon Platzer (Regie).

Aktuell auf diversen Filmfestivals und ab Ende Januar vollständig im Internet zu sehen sind ihre Filme: „For a few lines more“ und „Tien Shan - A Kyrgyz Ski Adventure“, mit dem sie sogar den St. Anton Filmfestpreis 2013 gewannen. Wir haben uns mit Crewmitglied und Telemarker Michael Trojer unterhalten.

Für die hochgelobten Filmproduktionen von Whiteroom Productions bist Du mit Skifahrern und Snowboardern im Backcountry unterwegs. Hast Du hier als Telemarker Vor- oder Nachteile? Gerade im Gelände zeigen sich die Vorteile des Telemarkens gegenüber dem Snowboarden oder Skifahren. Zum einen bin ich das ganze Jahr mit den gleichen Schuhen, Skiern und Bindungen unterwegs und hab somit keine Umstellung auf das Splitboard oder die Skitourenbindung. Zum anderen kann ich mich auch freier im Gelände bewegen, wenn es zum Beispiel um einen kurzen Aufstieg oder eine Querung geht. Und es macht mir einfach mehr Spaß.

Sind bei den Dreharbeiten noch mehr Telemarker dabei? Nein, ich bin der einzige Telemarker in unserer Produktion. Generell bin ich in letzter Zeit mehr mit Skifahrern und Snowboardern unterwegs. Dabei schaue ich mir auch das ein oder andere von ihnen ab.

Was ist Dein Eindruck: Nimmt der Anteil der Telemarker unter den Skifahrern zu? Vor ein paar Jahren konnte man einen leichten Anstieg erkennen. Mittlerweile stagniert die Entwicklung in meinen Augen. Schön zu sehen ist aber, dass viele nach ihrem Umstieg dann beim Telemarken bleiben.

Wie lange muss man üben, um so lässig durchs Gelände brettern zu können? Ist es schwieriger als Skifahren? Man merkt schon nach wenigen Tagen starke Fortschritte. Als guter Skifahrer oder Snowboarder kann man schon nach zehn oder 15 Tagen im Gelände Spaß haben. Damit man jedoch mit den Telemark-Ski die gleichen Hänge und Schwierigkeiten fahren kann wie mit alpinem Material, dauert es dann schon ein paar Jahre.

Kommst Du noch dazu, mit Deinem Bruder loszuziehen? Der ist ja Cheftrainer des DSV Telemark Teams … Leider nur an Weihnachten, wenn alle gesund sind. Traditionell gehen wir als ganze Familie mit ein paar Freunden über die Feiertage immer auf Skitouren. Ein kleines Highlight in der Saison, auf das ich mich schon wieder freue.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: snow Nr. 01 / 2014

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